Adenotomie

Unter der Adenotomie versteht man die operative Entfernung der Adenoide (Rachenmandeln). Diese sitzen am Übergang von Nase zum Rachen. Vergrößerte Rachenmandeln treten typischerweise im Kindesalter (meist zw. 2-8 Jahren) auf. Vergrößerte Rachenmandeln erkennen sie daran, dass Ihr Kind schnarcht, eine Nasenatmungsbehinderung aufweist und häufig durch den Mund atmet sowie häufig unter Infekten leidet. Bei Vergrößerung der Rachenmandeln kommt es auch durch eine Verlegung der Eustachischen Röhre (Ohrtrompete) zu einer Belüftungsstörung des Mittelohres. Dies führt zu Paukenergüssen und häufigen Mittelohrentzündungen, sowie zu Hörstörungen und in weiterer Folge zu Sprachentwicklungsstörungen des Kindes. Durch einen nicht erholsamen Schlaf sind die Kinder morgens sehr müde und schwer aus dem Bett zu kriegen und können tagsüber sehr zappelig und laut werden. Um dieses zu verhindern, wird in einer wenige Minuten dauernden Operation das überschüssige Gewebe entfernt. Anschließend darf ihr Kind nach einer kurzen Überwachungsphase wieder nach Hause gehen.

Tonsillotomie

Unter der Tonsillotomie versteht man eine Teil-Entfernung der Gaumenmandeln. Der Eingriff wird meist bei Kindern zwischen dem 2.-6. Lebensjahr durchgeführt. Man erkennt eine Vergrößerung der Mandeln daran, dass die Kinder häufig unter Infekten leiden, eine Behinderung der Atmung oder des Schluckens haben oder auch unter nächtlichen Atemaussetzern leiden. Zudem schnarchen viele Kinder und haben auch einen schlechten Appetit. Anders als bei einer kompletten Entfernung der Mandeln bleibt ein Teil der Mandel erhalten und kann weiterhin an der Immunabwehr teilnehmen. Wir entfernen die Mandeln mit dem Laser bzw. Radiofrequenzgerät. Der Vorteil bei diesen Methoden liegt an einer sehr schonenden und schmerzreduzierten Operation sowie in einer sehr geringen Nachblutungsrate. Der Eingriff wird ambulant in Kurznarkose durchgeführt und dauert ca 10 Minuten.

Paracentese

Viele Kinder leiden unter häufigen Infekten der Ohren, Hörminderung oder Sprachentwicklungsstörungen. Dies liegt daran, dass das Mittelohr nicht richtig belüftet wird. Wenn sich dann durch den dort herrschenden Unterdruck Flüssigkeit ansammelt welche sich entzündet, kann es zu Mittelohrentzündungen kommen. Die Kinder leiden durch die verschlechterten anatomischen Verhältnisse unter Schmerzen, Hörminderung und auch unter Sprechstörungen, die bis hin zu Entwicklungsstörungen reichen können. Bei der Paracentese wird ein kleiner Schnitt ins Trommelfell durchgeführt. Anschließend wird die Flüssigkeit, die sich im Mittelohr befindet abgesaugt. Dadurch erreicht man eine bessere Belüftung des Mittelohres und kann obige Probleme schnell beheben. Der Schnitt geht nach einigen Tagen von selbst wieder zu. Die Operation wird ambulant durchgeführt und dauert wenige Minuten.

Paukendrainage

Bei häufigen oder erneut auftretenden Mittelohrproblemen wird neben der Paracentese (siehe oben) ein sogenanntes Paukenröhrchen (eine sogenannte Paukendrainage) in den Trommelfellschnitt eingesetzt. Man erreicht ein längeres Offenhalten und dadurch bessere Belüftung des Mittelohres. Die Paukenröhrchen fallen nach wenigen Monaten von selbst wieder heraus und der Schnitt verheilt ohne weitere Therapie. Falls man zuvor schon mal Paukenröhrchen eingesetzt hat und die Ohrprobleme erneut auftreten, wird ein Dauerröhrchen (T-Tube) eingelegt. Diese verbleiben bis zur Herausnahme im Ohr und ermöglichen eine bessere Belüftung des Mittelohres. Die Operation wird bei Kindern ambulant in Kurznarkose durchgeführt und dauert wenige Minuten. Bei Erwachsenen kann man den Eingriff auch in örtlicher Betäubung durchführen.

Septum Op (Operation der Nasenscheidewand)

Die Nasenscheidewand besteht aus knorpeligen und knochigen Anteilen und unterteilt die Nase in 2 Nasenhaupthöhlen. Bei einer angeborenen oder erworbenen Nasenscheidewandverkrümmung kann es im Laufe der Jahre zu einer Nasenatmungsbehinderung kommen. Viele Patienten bei denen die Scheidewand verkrümmt ist klagen dann über Nasenatmungsbehinderung der rechten und/oder der linken Nase, über Mundatmung, morgendliche Mundtrockenheit, Schnarchen, Räusperzwang, stauungsbedingten Infekten in den Nasennebenhöhlen sowie Infekten im Hals und Rachenbereich, Kopfschmerzen (Cephalgien) oder sogar Atemaussetzern während der Nacht. Bei der Septum (Nasenscheidewand) Operation wird eine operative Begradigung durchgeführt. Hierbei werden die schiefen Anteile Herausgenommen, begradigt und gerade wieder eingesetzt. Anschließend werden 2 Silikonfolien zum Stützen der Scheidewand eingelegt. Diese werden in der Regel nach 4-7 Tagen wieder entfernt. In den meisten Fällen wird im Anschluss an die Operation die Nase nicht tamponiert. Der komplette operative Eingriff dauert ca 20 Minuten und ist nach etwa 2-3 Wochen ausgeheilt. Von außen werden sie auch kurz nach der Operation nicht erkennen, dass sie operiert wurden. Wir führen diesen Eingriff ambulant durch, so dass sie im Anschluss an die OP nach einer kurzen Überwachungsphase nach Hause gehen dürfen. Die weitere Nachsorge erfolgt in unserer HNO Praxis.

Conchotomie (Operation der Nasenmuscheln)

In jeder Nase befinden sich 3 Paar Nasenmuscheln. Diese haben die Aufgabe, die eingeatmete Luft zu erwärmen und anzufeuchten. Bei vielen Patienten vergrößern sich die Nasenmuscheln mit der Zeit, so dass eine freie Nasenatmung nicht stattfinden kann. Die Patienten klagen dann über abwechselnde Nasenatmungsbehinderung der rechten und / oder der linken Seite, Mundatmung und schnarchen. Durch eine Conchotomie werden die Nasenmuscheln verkleinert, so dass mehr Platz in der Nasenhaupthöhle entsteht und man freier durchatmen kann. Wir verkleinern die Nasenmuscheln mittels Radiofrequenz-Methode. Hier wird unter Schonung der Muschelschleimhaut eine thermische Verkleinerung erreicht. Diese Methode hat den großen Vorteil, dass die Nachblutungsgefahr auf ein Minimum gesenkt wird. Man braucht daher die Nase nicht auszutamponieren. Durch die Schonung der Schleimhaut wird außerdem erreicht, dass die Nase nicht austrocknet und weiterhin die Atemluft befeuchten und erwärmen kann. Die Operation kann in Vollnarkose ambulant oder auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Pansinus OP (Operation der Nasennebenhöhlen)

Die Nasennebenhöhlen sorgen dafür, dass sich keine Schmutz- und Staubpartikel in den Atemwegen festsetzen. Hierfür ist ein störungsfreier Sekretfluss nötig. Das Sekret befördert im gesunden Zustand die Schmutzpartikel aus den Nebenhöhlen. Außerdem ist eine ausreichende Belüftung notwendig, damit sich keine Viren und Bakterien festsetzen können. Wird der Sekretfluss unterbrochen, kommt es zu einer Entzündung der Nasennebenhöhlen, die unbehandelt zu einer chronischen Pansinusitis werden kann. Die Patienten leiden unter starken Kopfschmerzen, Druckgefühl im Kopf, in den Augen und in den Nebenhöhlen. Dies kann nur in einzelnen Nebenhöhlen (Sinusitis der Kieferhöhle, Siebbeinzellen, Stirnhöhle, Keilbeinhöhle) oder auch in allen Nebenhöhlen vorliegen (Pansinusitis). Eine nicht behandelte oder falsch behandelte Pansinusitis kann sich chronisch festsetzen und heilt niemals aus. Mit Hilfe von Mikroskop und /oder Endoskopen wird eine endonasale Säuberung der betreffenden Areale durchgeführt. Die Operation stellt ein minimal-invasiv chirurgisches Verfahren dar, sodass für den Patienten eine verhältnismäßig geringe Belastung peri- und postoperativ (während und nach der Operation) vorliegt. Auf Grund dessen ist die Regenerationsphase nach der Operation relativ kurz. Die Operation wird ambulant durchgeführt und dauert ca 30-45 Minuten.